Tiefen in der Yogapraxis

Ich praktiziere seit fast 4 Jahren regelmäßig Yoga und ich habe so einige Höhen und Tiefen in meiner Praxis erlebt.
Ich war von meiner ersten Yogastunde an komplett begeistert und fasziniert von Yoga. Meine Begeisterung ging sogar so weit, dass ich von Anfang an immer Zuhause Yoga geübt habe und von da an immer meine Yogamatte mit in den Urlaub nahm.

Dann kam die Ausbildung

Somit war es für mich klar, eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen. Während der Ausbildung hatte ich rückblickend wohl die intensivste körperliche Yogapraxis Zuhause. Fast täglich, 5 -6 Mal pro Woche, habe ich intensiv Yoga geübt. Da habe ich mir natürlich selbst Durchhaltevermögen und Disziplin angeeignet, die ich in anderen Lebensbereichen gut gebrauchen konnte.

Mein Körper und Geist begannen sich zu verändern. Sie wurden stärker und fester in der Yogaphilosophie verankert. Ich genoß diese Zeit als intensive Schülerin. Alles was mit Yoga zu tun hatte, habe ich in mich aufgesogen wie ein Schwamm.

Mehr Unterricht, weniger Yoga

Als ich im Dezember 2016 mehrere Yogastunden in Studios zu unterrichten begann, ließ auch meine Yogapraxis Zuhause stark nach. Ich hatte bestimmt ein komplettes Jahr eine Hass-Liebe mit meiner Praxis und habe nie länger als 30 – 45 Minuten Yoga gemacht. Während diesem Jahr hatte ich zusätzlich noch mit Rückenschmerzen zu kämpfen und interessierte mich für andere körperliche Bewegung wie Fitnesstraining, Joggen, … So hat es sich eingeschlichen, dass Yoga nicht mehr auf meiner Prioritätenliste Nummer 1 war. Aber seit gut Anfang des Jahres hat sich wieder etwas verändert und vor allem mit meiner Yogapraxis.

Seit ich mehr Zeit ins Yoga investiere und es Hauptberuflich mache, habe ich eine komplett neue Liebe zu Yoga entwickelt. Nicht nur so oberflächlich, sondern so richtig tief. Fast ein Jahr konnte ich mit Asanas kaum etwas Anfangen, aber plötzlich spürte ich wieder eine Verbundenheit. Dass ich täglich meinen Körper bewegen muss um ihn gesund und schmerzfrei zu halten, weiß ich schon länger. Aber erst kürzlich habe ich wieder Freude dran gefunden meinen Körper durch die Asanas zu bewegen. Das muss auch nicht immer sehr lange sein. Oftmals reichen ein paar Minuten am Morgen und ein paar Sonnengrüße am Abend um meinen Körper in Schwung zu bringen. Ich vergleiche das gerne mit einer Katze oder einem Hund. Jedes Mal wenn eine Katze nach einem Schläfchen aufsteht, streckt sie sich ordentlich durch. Also warum sollte ich das nicht tun, dacht ich mir. Und wenn man den Unterschied kennt, wie sich ein Tag mit und ohne Yoga anfühlt, gibt es keinen Grund mehr damit auf zu hören.

Yoga, mein Erste-Hilfe Paket

In den schwersten Tagen und Zeiten war Yoga immer da für mich. Ich hatte dieses Werkzeug immer an meiner Seite um die tiefsten Tiefen durch zu stehen. Wenn ich vor Traurigkeit oder Wut kaum Luft bekomme, setzt ich mich hin, lass mich zur Ruhe komme, atme und sortiere meine Gedanken. Yoga ist mein ständiger Begleiter. Für das bin ich unendlich Dankbar. Ist es nicht toll eine Werkzeug an der Hand zu haben, mit dem man sich ein Stück weit selbst heilen kann – körperlich und seelisch? Wie eine Art Erste-Hilfe Paket.

Aber nicht nur wenn ich mich von ‘schlechten’ Gefühlen überrumpelt fühle, finde ich den Weg zum Yoga, sondern auch wenn es mir gut geht. Denn es überwiegt immer ein Zustand, egal ob überschwänglich glücklich, traurig oder gleichgültig. Mit Yoga kann ich das ausgleichen, komme ins Gleichgewicht und in meine Mitte um klar im Kopf zu werden. Genau deshalb weiß ich, dass Yoga mein Lebensbegleiter und ständig an meiner Seite ist.

Hattest du auch schon Höhen und Tiefen in deiner Yogapraxis? Warum steigst du immer wieder auf die Matte und bleibst dran? Womit hilft dir Yoga am meisten?

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